Olivenernte am Comer See

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Rosa Maria Lamberti am Comer SeeCiao amici, liebe Comer See Freunde,
wusstet ihr, dass am Comer See schon in der Antike Olivenöl produziert wurde? Die Überreste uralter Ölmühlen, die man bei Ausgrabungen gefunden hat, beweisen das. Einige Jahrhunderte lang wurde mal mehr, mal weniger Öl produziert.
Doch dann erhoben die Spanier während der Besatzungszeit im 15. Jahrhundert eine viel zu hohe Steuer auf den Anbau von Olivenbäumen am Comer See. Daraufhin wurde die Produktion eingestellt.

Ausgezeichnetes Olivenöl vom Comer See

Seit dem vorigen Jahrhundert nutzen wieder viele Landwirte und Privatleute das günstige Mikroklima des Comer Sees und bauen in verstärktem Maße besonders widerstandsfähige Olivenbäume an. Der Bestand wird derzeit auf ca. 40.000 Ölbäume geschätzt.

Das hochwertige Olivenöl vom Comer See erhielt bereits 1997 das DOP-Siegel der Europäischen Union. Slow Food vergab 2012 die “Drei Oliven” als höchste Auszeichnung für das Olivenöl der Gemeinde Perledo. Mit der Bezeichnung “Olio Extravergine d’Oliva Lombardische Seen” sind die Olivenöle des Comer Sees und des Iseo Sees gekennzeichnet.

Die Olivenernte

Gerade jetzt bis ca. Ende November werden rund um den Lago di Como die Olivenbäume abgeerntet.olivenernte-comer-see In anderen Regionen kann die Olivenernte bis Anfang Februar dauern.

Die Oliven werden am Comer See meistens noch mit der Hand geerntet. Man rüttelt die Zweige mit einem Rechen und die Oliven fallen in ein Netz, das unter den Bäumen ausgelegt wird. In der industriellen Produktion werden zur Ernte sogenannte Rüttelmaschinen eingesetzt.

Ich freue mich schon auf das leckere und gesunde Öl vom Comer See, das in keiner Küche fehlen sollte.

Tanti saluti e a presto
Rosa Maria Lamberti

Die Kunstwerke Churchills vom Comer See

Rosa Maria Lamberti am Comer SeeCari amici, liebe Comer See Freunde!
È proprio vero – es ist wirklich wahr: Am Comer See kann man seine Sorgen und seinen Ärger vergessen.

Die Schönheit der Landschaft wirkt positiv auf die Seele und die hohen Berge sorgen für den nötigen Abstand zu allen Unannehmlichkeiten, die uns belasten. Diese Erfahrung machte auch der ehemalige britische Premierminister Winston Spencer Churchill (1874-1965).

Holidays in Moltrasio

Obwohl er England unter großen persönlichen Mühen erfolgreich durch den 2. Weltkrieg geführt hatte, wurde er im Juli 1945 als Premierminister abgewählt. Der kluge alte Herr tat das einzig Richtige, um diese Niederlage zu verarbeiten.

© Foto Elios Amati

Er entschloss sich zu einem Aufenthalt am Comer See. Schon in der ersten Septemberwoche 1945 bezog er in Begleitung seiner Tochter Sarah, seines Arztes, und einiger Angestellter die Villa “Le Rose” in dem kleinen, malerischen Örtchen Moltrasio.

Churchill bezeichnete die Villa als einen kleinen Palast.
Während seines Aufenthaltes empfing der ehemalige Premier zwar einige Besucher, aber die meiste Zeit verbrachte er vor seiner Staffelei.

Churchills geheimes Talent

Bereits am Tag nach seiner Ankunft fand ihn seine Tochter malend am Seeufer vor. Lord Moran, Churchills Arzt berichtete, sein Patient sei so sehr beeindruckt von den Panoramen und der Szenerie des Comer Sees, dass er 5 Stunden ohne Pause malte.

Churchill selbst schrieb an seine Frau Clementine, das Malen bereite ihm großes Vergnügen. Bei dieser Beschäftigung könne er an nichts anderes denken und würde allen Ärger vergessen. Die Malerei bedeute für ihn komplette Ablenkung. Nichts nähme den Geist stärker in Anspruch, ohne den Körper zu ermüden.

Der Comer See – eine Inspiration

Der Comer See war für Churchill eine Landschaft, „die absolute Ruhe ausstrahlt und der man ebenso wenig wie ihren Bewohnern anmerkt, dass in der Welt schreckliche Dinge passieren“.

Diese Idylle und die besondere, positive Stimmung des Comer Sees versuchte er in seinen Bildern einzufangen.

Die Kunstwerke des „Mr. Winter“

Zwei seiner Comer See Gemälde wurden in der Königlichen Akademie der Künste in London ausgestellt.
Churchill hatte sie dort unter dem Pseudonym “Mr. Winter” eingereicht. 

Heutzutage sind Winston Churchills Bilder begehrte Sammlerstücke, die auf Auktionen sechsstellige Summen erzielen.

Das Gesamtwerk Churchills umfasst über 500 Bilder.

Ich weiß nicht, wie es euch geht, amici. Aber ich muss jedes Mal, wenn ich einen Künstler mit seiner Staffelei am Ufer des Comer Sees sehe, an den großen alten Staatsmann denken.

Tanti saluti e a presto
Rosa Maria Lamberti

Herbstzeit – Kastanienzeit am Comer See

 

Rosa Maria Lamberti am Comer SeeCari amici, liebe Comer See Freunde,
der goldene Herbst ist eine wunderbare Jahreszeit, um den Comer See zu besuchen.
Die leuchtenden Herbstfarben der Wälder an den Berghängen, die milde Luft und Temperaturen um 20 Grad machen Lust auf ausgiebige, entspannte Wandertouren.

Kastanien sammeln – ein preiswertes Vergnügen

Vergesst nicht, etwas Platz in eurem Rucksack zu lassen, denn es ist die Zeit der Esskastanien am Comer See. Natürlich könnt ihr diese Herbstfrüchte auch auf den Wochenmärkten oder im Geschäft kaufen.

Aber selbst sammeln macht doch viel mehr Spaß und kostet nichts.

Buon Appetito!

In den Ristorantes werden für diese Jahreszeit typische regionale Kastaniengerichte angeboten. Es gibt zum Beispiel Nudelgerichte mit Kastanien, Kastaniendesserts und Kastanienrisotti.

Ein Rezept für ein lombardische Kastanienrisotto, das ihr leicht nachkochen könnt, findet ihr hier.

Kastanien Events

Wenn eure Kochkünste ein solches Experiment nicht zulassen, dann kann ich euch die kulinarischen Festivals empfehlen, die überall am Comer See stattfinden. Ich habe euch drei dieser Events herausgesucht und denke, es ist für jeden etwas dabei:

  • Am 15.10.17 findet in Tremezzo in der Via Rogaro das Rogaro Chestnut Festival statt. Es beginnt um 14.00 Uhr.
  • Am 21.10.17 um 19.00 Uhr folgt Dongo mit einem Kastanien Abendessen „Cena della Castagna“ in der Via E.G. Falck 2, organisiert von Pro Loco di Dongo.

Diese beiden Veranstaltungen sind auch für Kinder geeignet.

  • Im Parco Communale di Ossuccio, Via Andrea Castelli 8, wird am 22.10.17 bis in die späte Nacht hinein die Castagnata di Ossuccio gefeiert.

Außer Kastanien gibt es hier Musica mit einem DJ, und ihr könnt beim Karaoke kräftig mitsingen.


Allora, amici, stürzt euch hinein ins Kastanienvergnügen.

Tanti saluti e a presto
Rosa Maria Lamberti

Der Greenway del Lago am Comer See

 

Rosa Maria Lamberti am Comer SeeAndiamo amici! Zieht euch feste Schuhe an und auf geht’s zum Greenway am Westufer des Comer Sees.

Auf dem Greenway von Colonno nach Griante

Für den gesamten Weg von 10,5 km, der von Colonno nach Griante führt, benötigt man ca. 4 Stunden. Ihr könnt die Strecke aber auch in mehrere Abschnitte einteilen.

Der Greenway beginnt im historischen Zentrum Collonos und führt euch zunächst nach Sala Comacina.
Von dort geht es nach Ossuccio und weiter über Lenno und Tremezzo bis nach Griante. Am Lido von Cadenabbia endet der Greenway.

Aber wer möchte, kann am Seeufer entlang weiter bis nach Menaggio laufen.

Ein Wanderweg für Jedermann

Ganz egal ob ihr kernige Wanderer oder gemütliche Spaziergänger seid, der Greenway ist für jeden geeignet.

Der Greenway verläuft ohne mühsame Aufstiege. Er führt teilweise auf der historischen Strada Regina am Comer See Ufer entlang, aber auch durch die malerischen, engen Gassen pittoresker Städtchen.

Ihr wandert durch schattige Olivenhaine, vorbei an historischen Villen und ihren prächtigen Gärten und genießt die magischen Ausblicke auf den Comer See und die majestätische Bergwelt.

Immer auf die Schilder achten

Blaue Schilder mit der gelben Aufschrift “greenway del lago” zeigen euch auf der gesamten Strecke den richtigen Weg.

Zusätzlich sind runde Greenway Logos aus Metall in das Straßenpflaster eingelassen.

Pause machen nicht vergessen

Macht ruhig mal eine Pause, denn unterwegs bietet sich die Gelegenheit für ein leckeres Gelato, einen Espresso oder ein, zwei Gläschen Vino.

Für den Rückweg empfehle ich euch den Wasserweg. Nein, nicht schwimmen – nehmt lieber eines der Comer See Schiffe.

Mein Tipp:

Weitere Informationen über den Greenway del Lago am Westufer und über den Greenway dei Patriarchi am Ostufer erhaltet ihr in den Touristenbüros am Comer See.

Tanti saluti e a presto
Rosa Maria Lamberti

Keine Lust auf Surfen oder Wandern am Comer See?

 


Rosa Maria Lamberti am Comer See
Cari amici, liebe Comer See Freunde, es gibt Urlaubstage, an denen hat meine keine Lust zum Wandern, Surfen, Kraxeln oder Schwimmen, möchte aber trotzdem etwas unternehmen. In diesem Fall empfehle ich euch eine landschaftlich besonders reizvolle Autofahrt über die kurvenreiche Uferstraße (SP 583) von Como nach Bellagio.

Torno am Fuße des Monte Bisbone

Bereits kurz hinter Como erreicht ihr die kleine Ortschaft Torno, am Fuße des Monte Bisbone. Es lohnt sich, hier die Uferstraße zu verlassen und in den pittoresken Ort hinunterzufahren, um einen kurzen Stopp einzulegen.

Bei einem gemütlichen Spaziergang hinunter, durch die romantischen, schmalen, verschachtelten Gassen mit ihrem ganz besonderen Flair, die hinunter zum kleinen Hafen führen, fühlt man sich in frühere Zeiten versetzt.

Die beiden Kirchen des Ortes haben ihren Ursprung im 6. und 13. Jahrhundert. Die ältere Kirche, San Giovanni, beherbergt in ihrem Inneren viele sehenswerte und recht gut erhaltene Fresken.

Wie in vielen anderen Orten am Comer See, wurde in früheren Jahrhunderten auch in Torno Seide hergestellt und verarbeitet.

Die Villa Pliniana

Wenn ihr von Torno aus weiter auf der Uferstraße ca. 2 Kilometer in Richtung Bellagio fahrt, erreicht ihr die Villa Pliniana aus dem 16. Jahrhundert. Das beeindruckende Gebäude befindet sich unterhalb der Straße, direkt am Seeufer, in der Nähe eines Wasserfalls, der aus einer Höhe von ca. 70 Metern in den Comer See herabstürzt.

Berühmt wurde die Villa Pliniana durch eine intermittierende Quelle, die im Hof in einer Grotte entspringt und in den Comer See fließt. Bereits Plinius und Leonardo da Vinci waren von diesem mysteriösen Naturphänomen fasziniert, das bis in die heutige Zeit den Wissenschaftlern Rätsel aufgibt.

Im Laufe der Jahrhunderte beherbergte die majestätische Villa viele berühmte Gäste, zu denen Napoleon, Stendhal, Byron, Winston Churchill und viele andere zählten.

Die Villa mit ihren Nebengebäuden wurde nach historischen Bauplänen fast 30 Jahre lang restauriert und ist heute eines der exklusivsten Luxushotel am Comer See.
Wie wär’s, amici? Vielleicht gönnt ihr euch eine Übernachtung in einer Luxus Suite?

Der Orrido di Nesso

Solltet ihr euch anders entscheiden und weiter auf der Uferstraße in Richtung Bellagio fahren, passiert ihr bei dem kleinen Ort Careno die schmalste Stelle des Lago di Como, der hier nur 650 m breit ist.

Die mit 425 Metern tiefste Stelle des Comer Sees, befindet sich bei Nesso. Hier solltet ihr noch einmal anhalten, denn dieses pittoreske mittelalterliche Städtchen hat noch eine weitere Besonderheit vorzuweisen – den Orrido di Nesso.

Das Flüsschen Nose stürzt als tosender, rauschender Wasserfall über hohe Felsvorsprünge in die Tiefe und durchschneidet schäumend den Ort, um schließlich in den Comer See zu münden.

Eine kleine Brücke aus der Römerzeit, die „Ponte della Civera“ bietet die besten Ausblicke auf dieses Naturschauspiel.

Lezzeno am Comer See

Lezzeno ist die letzte Station, bevor ihr Bellagio erreicht. Das Städtchen hat eine Länge von ca. 7 Kilometern und besteht aus insgesamt 17 Ortsteilen, die sich bis in die Berge hinauf schlängeln.
Der Legende nach war Lezzeno einst ein Unterschlupf für Hexen. Sie verzauberten alle jungen Männer des Ortes, so dass diese sich unsterblich in die Hexen verliebten.

Ein Spaziergang entlang der Via Crucis führt euch an ca. 14 Kapellen vorbei zur Kirche Santa Trinitá.
Direkt am Seeufer findet ihr die Werft von Erio Matteri. Er gilt weltweit als einer der besten Restauratoren für Holzboote, insbesondere für alte Riva Boote.

Bellagio, die Perle des Comer Sees

Jetzt sind es nur noch wenige Kilometer und ihr habt Bellagio, die Perle des Comer Sees erreicht. Dieses charmante Städtchen mit seinem unbeschreiblichen Flair wird auch euch gefallen.

Macht einen Spaziergang über die gepflegte Uferpromenade oder durch den Park der berühmten Villa Melzi, erkundet die steilen, kopfsteingepflasterten Gassen, genießt eine leckere Mahlzeit in einem der vielen Hotelrestaurants oder einen Espresso unter den schattigen Arkaden, mietet euch ein Motorboot oder macht eine Stadtrundfahrt mit dem nostalgischen “Bellagio Express”.

Bellagio hat so viel zu bieten, dass es den Rahmen dieses Blogartikels sprengen würde, wenn ich auf alle Einzelheiten einginge. Aber ich werde ganz sicher demnächst ausführlich über Bellagio berichten.

Ich wünsche euch schöne Spätsommertage am Comer See.

Tanti saluti e a presto
Rosa Maria Lamberti

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